LADIES AND GENTLEMEN.

WELCOME ON OLTNER BROADWAY.

 

Banausiade zum Dritten. Als schon fast logische Folge der zwei erfolgreichen und ausverkauften Banausiaden «Grafschaft Olten» und «Vasnächtliches Fariété» heisst es am 16. und 17. Februar 2001 «Banausiade on&off Broadway».

 

Vielleicht nicht so bekannt wie Fred Astaire und Ginger Roger, dafür umso origineller und engagierter werden wieder lokale und nationale Protagonisten Schlag auf Schlag die Lachmuskeln strapazieren. Und die Vorfreude auf die bevorstehende Fasnacht anheizen. Mehr sei hier nicht verraten, lassen Sie sich überraschen.

 

LADIES AND GENTLEMEN,

So wurde im Herbst 2000 die dritte Banausiade on & off Broadway angepriesen und auch die dritte Auflage wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis für manchen "Broadway"-Besucher. 

 

An dieser Stelle nochmals einen kurzen Rückblick in den Februar 2001

 

 

 

  vom 19.02.2001

 

NEUE MITTELLAND ZEITUNG    STADT OLTEN   MONTAG, 19. FEBRUAR 2001  Seite 10

 

Banausiade on&off Broadway

Vorfasnachtliche Showtime in Oltens Schützi-Kulturtempel

Was sich zweitet, das drittet sich. Die Banausenzunft Olten scheute weder Mittel noch Ideenbewältigung und härteste Fronarbeit, um zum dritten Mal zu einer qualitativ exquisiten Banausiade einladen zu können. Bei rund 120 Mitwirkenden verschiedenster Provenienz war die Schützi sowohl am Freitag- wie am Samstagabend mit je 250 Personen bis auf den letzten (Steh-)Platz ausverkauft. 

 

HEINZ LÄTT

Und wie das Publikum die heitere Bühnenschau genoss! Über vier Stunden lang wurden die Lachmuskeln Schlag auf Schlag strapaziert. Was die Banausen-Regisseure Sigi Meier und Heinz Neuenschwander zusammen mit Showmaster Massimo Hauswirth durch lokale und nationale Protagonisten vorexerzieren liessen, erwies sich als Hammer-Programm, das die Vorfreude auf die unmittelbar bevorstehende Oltner Fasnacht mächtig anheizte. In der Tat, die Banausiade möchte in der Region niemand mehr missen.

 

Welcome on Oltner Broadway

 

Als schon fast logische Folge der zwei bisherigen und ebenfalls stets ausverkauften Banausiaden Grafschaft Olten (1999) und Vasnächtliches Farlete (2000) hiess das Motto im Jahr 2001 Banausiade on&off Broadway. Und so standen denn diesmal musikalische Produktion ganz im Mittelpunkt des Geschehens. Für die richtige Atmosphäre sorgte das prächtige Bühnenbild, das einen direkt in die lichtüberflutete Broadway-Szenerie von New York entführte.

  Während sich die Eintreffenden an den Selbstbedienungsbuffets verprofiantierten, trat um halbacht bereits Kapellmeister Mimmo Russo an seiner Wunderorgel in Aktion und stimmte dasAuditorium schwungvoll auf den Abend ein, unterstützt vom Blas-Art-Orchestra, das unter Bandleader Heinz Schönenberger Melodien aus Cole Porters Musical Kiss Me Kate intonierte.

  Punkt 20 Uhr verdunkelte sich der Saal: Ein Taxi fuhr auf, und ein auswärtiger Gast wollte sich vom Turkish-Taxi-Driver noch rechtzeitig zur Schützi chauffieren lassen - das köstliche Zwiegespräch der beiden entwickelte sich zum roten Faden der Show; denn dass das Taxi einmal im Industriequartier, einmal im Schöngrund, dann wieder beim Bahnhof, aber bis Vorstellungsschluss nie in der Schützi landete, versteht sich von selbst. In amerikanischem Deutsch, dem wir uns nachstehend zum Teil anschliessen wollen, moderierte Producer Max mit seinem kleinen, nach jeder Nummer den Beifall messenden Assistenten Chris das lediglich einmal durch eine Verpflegungspause unterbrochene Programm. 

Eine glanzvolle Artistenszene 

Wie schon gesagt: Musik war Trumpf am Oltner Broadway. Der Chiefjoker (Obernaar) Big Maurice-O-One an his Sitting Hockeyplayers...the Höckelers agierten als lebende Tanzpuppenfiguren, worauf der vorletzte Chiefjoker Willy Rüegsegger mit Rutishouser-and-Friends trink- und sangesgewaltige bayerische Barbaren vorstellte. No Girls No Show: Der Damenturnverein Obergösgen brillierte mit Tanzszenen aus dem Musical Cats. Dann war, sehnlich erwartet, Thommy-der-Drollig-ste-Droll-of-Olten, an der Reihe und imitierte in drolligster Manier Broadway-Gesangskoryphäen, von Dinah Washinghton bis Frank Sinatra. Ein weiteres Highlight setzten die Kreuzfeld-Jacob-Sisters vom Cabaret Schräglag als aufziehbare Automatentänzerinnen, gefolgt von den Drums and Pipes from the Säli Castle, den schmissigen Drummler- und Pfiffer-Klängen der Säli-Tropfi steuerten die Cheer-Leaders from Wengen bei Olten die gebührende Augenweide  bei.

Aus Zinggenstein wurde Mr. Higgins 

Beat-on-Beat, das heisst Schlag auf Schlag, ging es weiter im Text. Einmal mehr wartete die Old Frog Stompers Big Band der Fröscheweid-Zunft mit einem Potpourri auf, das mit sensatiollen Bläser-Solopartien gespickt war. In der Folge meldete sich ein armer Schlucker aus dem Stück Fiddler on the  Roof zu Wort: der dritte Chief-Jocker Nöschi kam mit jiddischen Banausen als Anatevka back from Jew-S-A und reihte eine gepfefferte Lokalpointe an die andere. Dass sich gleich anschliessend The President of the City Olten in einer ähnlich geistreichen Thematik bewegte, lag auf der Hand: Der ehemalige Graf von Zinggenstein hatte sich dieses Jahr als Mister Higggins aus My Fair Lady getarnt, und was er aus Fuulhorn und Stadt zu berichten wusste, war eine gesalzene Ladung witzigster Köstlichkeiten und bewies, dass sich Stadtobere auch selber aufs Korn nehmen können.

  Zu den Stammgästen gehörte alsdann die Papapalagi-Guggemusik, die ihren schaurig-schönen Melodien auf verdunkelter Bühne mit lichterglänzenden Kostümen und erstrahlenden Instrumenten sowie mit zwei Stepptänzerinnen zu ungewöhnlichen und vielbeklatschten Spezialeffekten verhalfen. Noch gaben die als Richter verkleideten Banausen-Sänger ihren diesjährigen Schnitzelbank als Vorpremiere zum Besten, und der vierte Chief-Joker des Abends, Röbi 2000 machte mit seiner Old-Town-Sippe auch noch seine Aufwartung.

  Den krönenden Abschluss der Show bildete der überraschende Auftritt der berühmten italienisch-schweizerischen Starsängerin Daniela Simmons deren Fortissimo-Songs an den vollen Sound einer Orgel gemahnten und die Schützi richtiggehend mit Hymnen erfüllten. Der Beifall wollte kein Ende nehmen, aber da trat der Produzent Massimo dazwischen, vermelded, dass keinerlei Cash mehr vorhanden sei und er über Künstlerschaft und Publikum eine Massenentlassung verfügen müsse. Der Dank für das Gebotene konnte trotzdem gebührend abgestattet werden, indem alle Mitwirkenden nochmals auf der Bühne erschienen und zum Ausklang den Nabucco-Ohrwurrn sangen, in welchen sämtliche Anwesenden kraftvoll einstimmten.

 

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Banausiade

...s'müend Banause si.

 

...s'müend Banause si.